Fa. Scholpp – Kran und Transport Niederlassung Leonberg

Projektdaten

KategorieRealisierte Bauwerke
BauherrInMartin Scholpp Immobilien GmbH & CO. KG
PlanerInUNIT 4 GmbH & Co. KG
Planungs- und Realisierungszeitraum08.2018 - 03.2020
OrtLeonberg
BildnachweisHolger Majer

NUTZER

Die Kernkompetenz der Firma Scholpp Kran und Transport besteht in der Durchführung von Kran,- und Transportleistungen und Dienstleistungen im Bereich der Kranvermietung. Die Hauptnutzflächen werden für die Arbeit rund um die Mobilkrane benötigt, die auf verschiedenste Einsatzgebiete für das Einheben oder Umverlegen schwerer Lasten, wie z. B. Technikkomponenten oder Betonelementen auf Baustellen, vermietet werden.

PROJEKTBESCHREIBUNG

Die Firma Scholpp Kran und Transport GmbH errichtet einen Neubau für eine Mobilkran- und Transport-Niederlassung in Leonberg West. Für die Betriebsstätte ist aufgrund der großen Mobilkrane eine großzügige Außenfläche für das Rangieren und Aufstellen erforderlich. Die Lagerflächen auf der Westseite des Außenbereichs werden für die Zusatzausrüstungen wie die unterschiedlichen Stahlspitzen und Auslegerverlängerungen benötigt. Diese werden im optimalsten Maß über den fest installierten Mobilkran nahezu vollflächig erreicht.

Der Neubau ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt: Die Aufstellfläche für die mobilen Schwerlastkräne ist ausgelegt für 6- bis 9-Achser mit 6 Tonnen Radlast und 12 Tonnen Achslast. Die Betriebstankstelle mit angrenzender LKW-Waschhalle fasst 50.000 Liter Diesel, 10.000 Liter AdBlue und 5.000 Liter Altöl in Bodentanks unter dem Hofgelände. Innerhalb des Gebäudes gibt es Lagerbereiche, eine Werkstatt mit Montagegruben und Bremsprüfstand für die Wartung und Instandhaltung sowie ein Öl- und Batterielager.

Dazu kommen die diversen Bürobereiche mit Dachterrasse und Schulungsbereichen, sowie Personal-, Sanitär und Umkleidebereiche mit Pausenraum und Grill-Logia.

ENTWURFSGEDANKE

Das Gebäude beherbergt streng getrennte Nutzungseinheiten die allerdings für den Erfolg des Unternehmens organisatorisch sehr eng ineinandergreifen müssen. So war es uns wichtig die unterschiedlichen oben beschriebenen Bereiche nicht nach außen ablesbar zu machen, sondern das Gebäude als eine starke Einheit der unterschiedlichen Disziplinen zu präsentieren. Auch die Grundrissorganisation hatte als Leitmotiv die enge Verknüpfung der Zuständigkeitsbereiche über kurze Wege und / oder visuelle Nähe.

FASSADENGESTALTUNG

Den erwähnten Leitgedanken der starken Einheit nach Außen haben wir über eine Alucobond-Fassade als flächiges und bindendes Element über die unterschiedlichen Nutzungen gezogen und erhalten dadurch ein großzügiges und dem Standort angemessenes Gebäudevolumen. Aufgrund der repräsentativen Lage an der stark befahrenen Autobahn A8 und die direkte Zufahrtsstraße wurde dieses hochwertige Fassadenmaterial nicht nur wegen der positiven Werbewirkung, sondern auch aus Gründen der Pflegeleichtigkeit durch die glatte Oberfläche gewählt. Wie bei vielen Projektentscheidungen legte der Bauherr auch bei der Fassade großen Wert darauf die beste langfristige Lösung.

GEBÄUDEKONSTRUKTION

Entsprechend der inhaltlichen Diversität ist auch die Gebäudekonstruktion bei dem Bürogebäude und der Hallengebäude klassisch getrennt. Das Bürogebäude ist vom Kellergeschoss bis zum 3. Obergeschoss als massiven Betonbau und die Hallenschiffe aus einer Stahlbaukonstruktion mit Trapezblechdach errichtet worden.

BAULICHE HERAUSFORDERUNGEN

Eine der zahlreichen baulichen Herausforderungen ist die Lage des Grundstücks im Heilquellengebiet Stuttgart und in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A8. Letzteres erfordert erhöhte Schallschutzmaßnahmen beim Büro und Verwaltungsbereich. Darüber hinaus liegen auf dem Gelände Höhenunterschiede von bis zu 7 Meter vor, die in eine flache Rangierebene und Aufstellfläche für die sehr großen Mobilkräne verwandelt werden müssen.

Eine weitere bauliche Herausforderung: Auf und entlang des Grundstücks befindet sich die Hochdruck-Hauptgas-Versorgungstrasse des Versorgers terranets bw (DN 600). Daher müssen eine Mindestüberdeckung und ein baulicher Sicherheitsstreifen von 10 Metern eingehalten werden.

TECHNISCHE GEBÄUDEAUSSTATTUNG DES KFW 70 GEBÄUDES
HEIZ,- KÜHLKONZEPT

Die Beheizung des Gebäudes erfolgt in der Grundlast über eine reversible elektrisch betriebene Solewasser-Wärmepumpe. Die Spitzenlastabdeckung erfolgt über einen Gasbrennwertkessel. Die Kälteerzeugung erfolgt, solange möglich, über eine passive Kühlung durch das Erdreich. Wenn die passive Kühlung des Erdreiches nicht mehr ausreicht wird aktiv über die reversible Wärmepumpe gekühlt. Der Stromversorgung für den Betrieb der Wärmepumpe wird durch die hauseigene Photovoltaikanlage unterstützt. Die Raumheizung bzw. Kühlung (Spitzenlastkühlung) in den Büroräumen erfolgt über Heiz-Kühldecken. In den untergeordneten Bereichen über eine Fußbodenheizung.

HEIZKONZEPT HALLEN

Die Hallen werden durch raumluftunabhängige Gasdunkelstrahler beheizt.

LÜFTUNG

Die hygienische Lufterneuerung des Bürogebäudes erfolgt über eine Lüftungsanlage mit Rotationswärmetauscher.