ADLER-Werk Lackfabrik

Projektdaten

KategorieRealisierte Bauwerke
BauherrInADLER-Werk Lackfabrik Johann Berghofer GmbH & Co KG
PlanerInATP architekten ingenieure
Planungs- und Realisierungszeitraum09.2014 - 08.2018
OrtTirol
BildnachweisATP/Bause

Die neue Anlage besteht aus einer zehn Meter hohen Fabrikhalle mit angeschlossenem Pufferlager und Laborbereich sowie einem Logistikzentrum samt leistungsfähigem Hochregallager. Gemäß dem Leitspruch des Unternehmens „In unseren Adern fließt Farbe“ fügen sich diese Baukörper über eine bunte Spange aneinander, in der ein vollautomatisches Fördersystem die bestehenden und die neu errichteten Produktions- und Logistikanlagen verbindet. Der Nachhaltigkeits-Philosophie von ADLER entsprechend sind beide Gebäude mit Photovoltaikanlagen und Grundwasserwärmepumpen sowie umfangreichen Sicherheitseinrichtungen ausgestattet.

Die modernste Wasserlackfabrik Europas besitzt eine Produktionskapazität für bis zu 30.000 Tonnen pro Jahr, die in einem innovativen und besonders energieeffizienten modularen Produktionsverfahren hergestellt werden. Eine Hightech-Prozesssteuerung und modernste Anlagentechnik mit mehr als 70 Edelstahltanks sorgen dabei für Flexibilität, Effizienz und Qualität.

Die Gestaltung der Baukörper nimmt im Sinne der Corporate Identity Bezug auf die Welt der ADLER -Lacke. Die Idee, die Holzfassaden, die auf dem Sichtbetonsockel im Erdgeschoß aufgelagert sind, mit Holzschutzlasuren der Pullex-Familie – einem der Leitprodukte des Unternehmens – zu behandeln, verlieh dem Neubau eine lebendige, natürliche Anmutung. Die bunte Holzfassade der Verbindungsader zieht sich wie ein Band vom oberen Bereich des Pufferlagers über die Verbindungsbrücken zur Produktion und weiter zur Kommissionierung und umschließt diese. Die Edelstahl-Fassade des Hochregallagers ist ein optisches Highlight. Die matt spiegelnde Oberfläche lässt das große Gebäudevolumen mit der umgebenden Landschaft verschmelzen und sorgt dafür, dass sich der Bau elegant in seine Umgebung fügt. Die Werkserweiterung erfolgte auf Basis einer Masterplanung durch ATP. In einem integralen Planungsprozess entwickelten Architekten, Tragwerksplaner und TGA-Ingenieure gemeinsam und informationsunterstützt durch Building Information Modeling (BIM) ein energieoptimiertes Projekt. Ein Großteil der Konstruktion wurde in Holz ausgeführt. Die Anwendung des BIM-Modells in der Tragwerksplanung führte zur Zeiteinsparung in der Ausführungsphase bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung der Bewehrungspläne.