Meteorologische Wetterstation

Projektdaten

KategorieNachwuchs
Planungs- und Realisierungszeitraum2019
BetreuerInBenno Bauer, Christoph Seebald
BearbeiterInMaikel Hollstein, Sonja Dold
Studiengang/HochschuleArchitektur, HfT Stuttgart

Aufgabenstellung war der Entwurf und die tragwerkstechnische Ausarbeitung einer Meteorologischen-Station im Ahornboden / Österreich auf ca. 1100 m Höhe. Diese ist rein zum Arbeiten und Wohnen der zwei
wissenschaftlichen Mitarbeiter gedacht, begrenzt auf einen Zeitraum von 6 Jahren.

Das Gebäude steht selbstbewusst zwischen Mautstraße und Enger Bach im großen Ahornboden. Die Klarheit der Form wird durch die sägeraue Lärchenholzfassade in seiner Schlichtheit bestärkt und verbindet sich somit mit dem umliegenden Landschaftsraum. Gleichzeitig wird die Vertikale betont, durch die Stapelung der 3 Bereiche: Technik, Wohnen und Beobachten.

Die 3 Bereiche Technik, Wohnen und Beobachten werden aufeinandergesetzt und bilden ein dreigeschossiges Gebäude mit Flachdach. Stützen und Balken aus Lerchenholz bilden die Tragstruktur. Die Raumsequenzen (,,Eis“) werden um ein zentrales, vertikales Treppenmöbel organisiert (,,Stiel“). Gezielt gesetzte Punktstützen nehmen die Lasten auf und fassen sie in einem Einzelfundament (,,Hand“) zusammen.

Um einen möglichst effizienten und ressourcenschonenden Materialeinsatz zu gewährleisten, besteht der Innenraum des Gebäudes aus Fichtenholz, das Tragwerk, welche eine Zangenkonstruktion darstellt, ist aus Lärche. Der Boden besteht aus einer mineralisch ummantelten Trockenschüttung, die als Hohlraum- und Ausgleichschüttung verwendet wird (Beispiel Hersteller CEMWOOD). Die Holzständerwände sind mit einer ESB (Elka-Strong-Board) versehen. Welche einer OSB-Platte nahe kommt, nur der ökologische Aspekt tritt in den Vordergrund.

Es handelt sich um eine Skelettbauweise, bzw. Zangenkonstruktion mit eingesetzten Holzständerwänden als aussteifende Elemente. Diese bilden den äußeren, sowie den inneren Raumabschluss. Sechs Hauptstützen mit dem Querschnittsmaß 36×36 und Nebenträger mit einem Querschnitt von 16×20 leiten die Lasten in das Punktfundament. Die Aussteifung lässt sich als Z-Muster beschreiben und zieht sich durch die 4 Ebenen. Die Raumsequenzen werden um ein zentrales Treppenmöbel organisiert. Dieses zieht sich durch die Hauptstützen nach oben. In Längsrichtung, sowie in Querrichtung steifen jeweils Holzständerwände aus.

Im 3.OG ist es eine sichtbare Stahlauskreuzung. Die Deckenscheiben überspannen die jeweiligen Räume. Das Fundament ist ein großes Einzelfundament, das die Last der 6 Punktstützen aufnimmt und in die Erde leitet. Pfostenträger mit Riffeldollen verbinden die Holzkonstruktion mit dem Betonfundament. In den Wand- und Deckenaufbauten wird die Wärmedämmung integriert. Eine Installationsebene im Küchenbereich vereinfacht die Führung der Gebäudetechnik in den Technikbereich im 1.OG. Eine Aufsparrendämmung verringert den Wärmeverlust durch das Dach. Die Attika wird durch eine Blechumrandung geschützt.