Projektdaten
| Status | Nominierung |
|---|---|
| Kategorie | Realisierte Bauwerke |
| BauherrIn | MHC Verwaltung GmbH |
| PlanerIn | Kauffmann Theilig & Partner, Freie Architekten BDA, Partnerschaft GmbB |
| Fertigstellung | 10.2025 |
| Ort | Ditzingen |
| Bildnachweis | Kauffmann Theilig & Partner |
Der Neubau befindet sich un-mittelbar angrenzend an das bestehende Betriebsgelände der Firma. Das Grundstück selbst ist dreieckig, spitz zulaufend. Zwischen den beiden angrenzenden Straße, der Dornierstraße im Westen und der Gerlingerstraße im Osten, bildet sich ein Gefälle von einem Stockwerk aus. Der geplante Baukörper vervollständigt die städtebauliche Situation und nutzt die topographischen Zusammenhänge optimal aus.
Produktion im EG
Das obere der beiden Erdgeschosse, von der Dornierstraße aus erschlossen, ist als reines Produktionsgeschoss mit wenigen Stützen, ohne tragende Wände (außerhalb der Kerne) für eine effiziente Produktions-, An-, Abliefer- und Lagertätigkeit ausgelegt. Die Raumhöhe erlaubt eine hohe Ausnutzung der Flächen und eine flexible Anpas-sung an zukünftige Anforderungen. Im unteren, von der Gerlingerstraße aus erschlos-senem Grundstück sind seltener verwendete Räume, Haustechnik und Lagerflächen angeordnet, die auch durch ihre direkte Anfahrbarkeit effizient und einfach hergestellt werden können.
Verwaltung im OG
Das Obergeschoss gliedert sich in drei Gebäuderiegel in Ost-West-Richtung, die Raum für gut belichtete, moderne Arbeitsplätze in der Verwaltung sorgen. Die Riegel werden durch raumhohe Stahlfachwerkträger gebildet, die das weitgehend stützen-freie Erdgeschoss ermöglichen. Das Fachwerk ist dabei so ausgebildet, dass ein Ma-ximum an Durchlässigkeit in Querrichtung und eine Minimierung der Querschnitte möglich ist. Die Riegel überragen in Richtung der Dornierstraße das Erdgeschoss um etwa 4,0 m und bilden so die Vordachsituation für An- und Ablieferung sowie den Haupteingang. Zwischen den Riegel entstehen Dachterrassen, Pausenräume, be-grünte Dächer, aber auch in der Geste offene Innenräume, wie Besprechungsräume oder Entwicklerbüros mit Werkstatt.
Nachhaltigkeit
Die prägnante äußere Figur leitet sich aus den inneren Funktionen und der Konstruk-tion schlüssig ab. Die Fassade aus Holzlamellen unterstreicht die ausdrucksstarke Geometrie genauso wie den Anspruch auf Nachhaltigkeit. Das Gebäude nutzt ein an-sonsten schwer bebaubares Grundstück optimal aus. Die gewählte Stahlbauweise sorgt für ein hohes Maß an Rezyklierbarkeit. Die Dachflächen sind mehrheitlich ex-tensiv begrünt und mit Photovoltaikanlagen belegt.
Tragwerk
Das Tragwerk ist komplett in ein Skelett aufgelöst. Lediglich das Eingangstreppen-haus und der Kern des Lastenaufzugs sind massiv und übernehmen die Aussteifung. Die schlanke Deckenplatte ist durchgängig als Scheibe wirksam und leitet so die ho-rizontalen Kräfte in die aussteifenden Kerne ein. Die Last insgesamt wird in der Grün-dung auf wenige Punkte konzentriert und in größere Pfähle abgeleitet. Raumhohe Stahlträger überspannen das Erdgeschoss. Da auch im Obergeschoss Produktions- und Lagerbereiche angeordnet werden, sind wenige Stützen sinnvoll. Die geometri-sche Optimierung des Fachwerkträgers ermöglicht Durchgangsmöglichkeiten entlang der Haupterschließung und in den Nutzungsbereichen und die optimale Reduzierung die Stahlmassen.




