RIVA GmbH Engineering – Firmensitz Backnang

Projektdaten

KategorieRealisierte Bauwerke
BauherrInRiva GmbH Engineering
PlanerInWebler + Geissler Architekten PartGmbB BDA
Planungs- und Realisierungszeitraum10.2019
OrtBacknang
BildnachweisMartin Webler, Webler + Geissler Architekten

Hightech-Unternehmen, das innovative, hochwertige Fassaden- und Glaskonstruktionen herstellt, die weltweit im Einsatz sind. Ein weiterer Unternehmensschwerpunkt ist die Entwicklung alternativer Antriebskonzepte und die Produktion von elektrischen Energiespeichern.
Seit 2011 entwickelt die Firma ihren neuen Firmencampus im Gewerbegebiet Lerchenäcker in Backnang. Die architektonische Grundidee basiert dabei auf einem sehr klaren, modular aufgebauten Gestaltungskonzept, das sowohl in der städtebaulichen Anordnung der Gebäude, als auch im Design und den konstruktiven Details der einzelnen Gebäude zum Ausdruck kommt.

Für alle Gebäude und ihre städtebauliche Anordnung wurde ein klar strukturierter, modularkonstruktiver und additiver Baukasten entworfen, der sowohl den gestalterischen als auch betrieblichen Ansprüchen Rechnung trägt. Mit wenigen standardisierten und elementierten Bauteilen können Gebäude mit unterschiedlichen Größen- und Nutzungsanforderungen gebaut werden.

2018 wurde die dritte Produktionshalle mit einer Nutzfläche von ca. 15.000 m² errichtet. Die große zusammenhängende Fläche der Halle mit konstruktiven Spannweiten von 24 x 24 m in Stahlbauweise, wird damit fast stützenfrei gehalten und bietet eine maximale Flexibilität für wechselnde Produktionsprozesse. Die Fassaden basieren auf einem 6 Meter Konstruktionsraster und sind als Ganzglasfassaden mit dreifachverglasten Einzelscheiben mit einer Größe von 6,00 x 2,20 m ausgeführt. Durch diese konsequente Tageslichtnutzung entstehen anspruchsvolle Industriearbeitsplätze, die eine hohe Arbeitsplatzqualität und Ausblicke in die schöne landschaftliche Umgebung und die anspruchsvoll gestalteten Freiflächen bieten.

In der Halle befindet sich ein zweigeschossiger Büroeinbau, der freistehend im Haus-im-Haus-Prinzip errichtet wurde und alle nicht-produktionstechnischen Funktionen vereint, mit Laborarbeitsplätzen und Besprechungsraum im Erdgeschoss und dem technischen Büro im Obergeschoss. Außerdem befinden sich hier die Sozialräume mit Umkleiden, Kantine, Sanitärbereichen und einem Fitnessraum.

Organisatorisch ist jede Halle auf dem Firmengelände damit ein eigener autonomer Sub-Kosmos. Zur thermischen Konditionierung der Halle werden Bauteil- und Speicheraktivierung des Hallenbodens für Niedertemperatursysteme (Fußbodenheizung und -kühlung), in Kombination mit aktiv betriebener Nachtabsenkung im Sommer genutzt. Zum konsequenten Einsatz kommt auch ein bivalentes und regeneratives Energiesystem mit zwei erdgasbetriebenen BHKWs, das die Hallen mit Strom, Fernwärme und Kälte versorgt. Ab Mitte 2020 werden die Hallendächer außerdem vollflächig mit Photovoltaik ausgerüstet, um sich weiter dem mittelfristigen Ziel der weitgehenden Energieunabhängigkeit anzunähern.

Die in Verbindung mit der PV geplante Stromspeicherung in Großbatterien soll dann einen betrieblichen Zweitagesbedarf puffern. Die neue Fertigungshalle ist ein weiterer Baustein der Riva GmbH Engineering für einen modernen Firmensitz mit qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen, einer hohen Energieeffizienz und der als Referenzraum die eigenen Produkte erlebbar macht.