Siemens Campus

Projektdaten

KategorieStädtebauliche Anlagen
BauherrInSiemens AG, Siemens Real Estate
PlanerInKSP Jürgen Engel Architekten GmbH
Planungs- und Realisierungszeitraum2015 - 2030
OrtErlangen

Auf einer Gesamtfläche von rund 54 Hektar entstehen Büro- und Forschungsarbeitsplätze sowie Wohnungsquartiere, die in acht Bauabschnitten bis circa 2030 realisiert werden. Das erste von insgesamt acht Modulen mit einer Fläche von rund 100.000 m² wurde 2019 fertiggestellt. Wir wurden mit dem Masterplan und der Generalplanung für den ersten und zweiten Bauabschnitt beauftragt.

Als eigenständiger Stadtteil bietet der Campus neben öffentlichen Räumen und Dienstleistungen auch neuen Wohnraum für Erlangen. Das Zusammenspiel von öffentlichem Leben mit dem geschäftigen Treiben des Innovationsclusters von Siemens erzeugt eine urbane Dichte. Der Campus ist durchzogen von begrünten Boulevards, Plätzen und Parks, die Lebens- und Arbeitsraum im Freien bieten. An den Plätzen befinden sich Sonderbauten, die öffentliche Funktionen konzentrieren und sich durch ihre Form von der übrigen Bebauung abheben. Für den Siemens Campus wurde eine nachhaltige Blockstruktur entwickelt. Die Besonderheit liegt in der Teilbarkeit ihrer Flächen, um flexibel einzelne Flächen an andere Unternehmen vermieten und so die Entwicklungspotenziale des Stadtteils nutzen zu können. Die Blockinnenbereiche können je nach Nutzung individuell gestaltet werden. Zentraler Platz des Stadtteils ist das Siemens Forum, das vom denkmalgeschützten Ensemble aus einem Riegelbau mit vorgelagertem Wasserbecken dominiert wird. Flankiert wird das Ensemble vom Showroom und einem Wissenschaftsforum.

Im Oktober 2019 wurde der Grundstein für das Modul 2 gelegt, das auch das repräsentative Empfangsgebäude beinhaltet als zukünftige, zentrale Anlaufstelle für den neuen Campus. Das Empfangsgebäude sowie alle weiteren Gebäude des zweiten Abschnitts werden in der innovativen, nachhaltigen Holz-Hybrid-Bauweise errichtet. Innovativ ist außerdem die Planung mit BIM. Dank seriell vorgefertigter Elemente verkürzt sich die Bauzeit um ein Fünftel. Außerdem wird im Vergleich zur konventionellen Baumethoden 80 Prozent an CO2 eingespart.