Preisverleihung 2026

Preisverleihung 2026

Bereits zum sechsten Mal wurde der industriebaupreis verliehen. Ausgezeichnet werden sowohl realisierte Bauwerke und städtebauliche Anlagen als auch innovative Nachwuchsarbeiten. Im zweijährigen Turnus prämiert der industriebaupreis Projekte, die durch das gelungene Zusammenspiel von Gestaltung, Funktion, Wirtschaftlichkeit, Konstruktion und Gebäudetechnik überzeugen – stets mit Blick auf gesellschaftliche Verantwortung und ganzheitliches Denken. 

Insgesamt wurden 62 hochwertige und vielfältige Projekte eingereicht, die die Entscheidung der Jury zu einer besonderen Herausforderung gemacht haben. Die Preisverleihung fand am 28. Mai 2026 im Rahmen der Auftaktveranstaltung des 27. Industriebauseminars im TUtheSky, Wien statt.

Die Gewinner aus den Nominierungen sind:

Fly Parc Aérolians Mehrgeschossiger Gewerbekomplex
Gewinner der Kategorie Bauwerk

Der Fly Parc wird von der Jury als beispielhafter Beitrag zum Diskurs der produktiven Stadt verstanden – als hybrider Raum zwischen Dichte und Landschaft, als flexibles Gerüst wirtschaftlicher Entwicklung und als Modell eines neuen Bautyps für die Entwicklung zukünftiger Gewerbegebiete, in denen Stadt- und Landschaftsraum nicht als Gegensätze, sondern als miteinander verwobene Potenziale verstanden werden.“
Markus Weismann (Architektenkammer Baden-Württemberg, Bezirksvorsitzender)

Heizwerk im B&O Bau ForschungsQuartier
Sonderpreis der Kategorie Bauwerk

„Überraschend am Heizwerk in Bad Aibling ist die spürbare Freude der Verfassenden an der Aufgabe und die fast skulpturale Anmutung des funktionalen Gebäudes, …. Aus einem notwendigen Funktionsbaustein wird ein ausdrucksstarkes Objekt, das sich selbstbewusst im Kontext verortet.“
 Liza Heilmeyer (BDA Landesverband Baden-Württemberg e.V., Landesvorsitzende)

The MushRoom
Gewinner der Kategorie Nachwuchs

Der Entwurf überzeugt einerseits durch ein hohes Maß an Funktionalität und Rationalität und andererseits durch Phantasie und Kreativität. Die Jury würdigt einen phantasievollen Beitrag, der unserer Gesellschaft Hinweise gibt für einen wirtschaftlich sinnvollen und gleichzeitig nachhaltigen Umgang mit vorhandenen, aber nicht mehr genutzten Infrastrukturbauwerken, deren Abriss so vermieden und deren graue Energie auf diese Weise weitergenutzt werden kann.“
Prof. Dr.-Ing. Stephan Engelsmann (Ingenieurkammer Baden-Württemberg, Präsident)

Transformationsräume: RE:FOOD RE:WINE
Gewinner der Kategorie Nachwuchs

Die Jury überzeugte vor allem mit welcher Leichtigkeit in dem Entwurf ein komplexer Campus aus der großen Anzahl von Nutzungsarten zu einem schlüssigen Gesamtkonzept weiterentwickelt wurde. Die analytischen Untersuchungen aus der Arbeit wurden perfekt in einen realisierbaren Entwurf umgesetzt.“
Univ.-Prof. Dr. Christian Stoy (Leiter des Instituts für Bauökonomie der Universität Stuttgart)

Wandelwerk  – re:concrete
Gewinner der Kategorie Nachwuchs

„Die Arbeit beschreibt ein schrittweises Umnutzungskonzept für das gesamte Areal und vertieft dieses konstruktiv am Beispiel der zentralen Industriehalle. Die Aktivierung des Areals über temporäre kulturelle Zwischennutzungen und die Verdichtung durch Um- und Neubauten ist schlüssig“
 Andreas Hofer (IBA’27 GmbH, Intendant / Geschäftsführer)

Zu den weiteren nominierten Projekten gehören:

Produktionshallen und Büros im Bayerischen Wald
Nominierung der Kategorie Bauwerk

„Das Projekt von DTFLR überzeugt als präzise gesetzte industrielle Anlage im Landschaftsraum des Bayerischen Waldes, die Funktionalität, Maßstäblichkeit und Einbindung in den Naturraum in bemerkenswerter Balance zusammenführt.“
Hartmut Guhl / Johannes Schwörer (Präsident IHK Reutlingen)

Headquarter Kimetec Ditzingen
Nominierung der Kategorie Bauwerk

„Die Jury ist der Meinung, dass das Gebäude vor allem durch die sehr gute Einbindung in die Topografie und die äußere Erkennbarkeit der beiden Hauptfunktionen Produktion und Verwaltung durch die markante Fassade eine Anerkennung für den industriebaupreis 2026 erhält.“
Jürgen Schäfer (Arbeitsgemeinschaft Industriebau e.V. (AGI), Mitglied des Hauptausschusses)

Betriebserweiterung Becherer Möbelwerkstätten
Nominierung der Kategorie Bauwerk

„Die Erweiterung der Möbelwerkstätten Becherer zeigt in hervorragender Weise wie qualitativ hochwertiges Weiterbauen unter schwierigen Randbedingungen gelingen kann. …  Logisch und einfach erscheint das Konzept, das von hohem gestalterischem Geschick der Entwurfsverfassenden zeugt. Ein strikt funktionales Gebäude wird so zu einem Stück guter Architektur, das einer unscheinbaren Restfläche eines Industriestandorts besonderen Ausdruck verleiht und dadurch das Umfeld aufwertet.“
Liza Heilmeyer (BDA Landesverband Baden-Württemberg e.V., Landesvorsitzende)

GRATULATION !

Jury

Die Jury wird durch das Auslobergremium gestellt. Es beteiligen sich:

  • Thomas Bopp (StadtRegion Stuttgart GmbH, Aufsichtsratsvorsitzender IBA2027)
  • Prof. Dr.-Ing. Stephan Engelsmann (Ingenieurkammer Baden-Württemberg, Präsident)
  • Hartmut Guhl / Johannes Schwörer (Präsident IHK Reutlingen)
  • Liza Heilmeyer (BDA Landesverband Baden-Württemberg e.V., Landesvorsitzende)
  • Andreas Hofer (IBA’27 GmbH, Intendant / Geschäftsführer)
  • Jürgen Schäfer (Arbeitsgemeinschaft Industriebau e.V. (AGI), Mitglied des Hauptausschusses)
  • Univ.-Prof. Dr. Christian Stoy (Universität Stuttgart, Leiter des Instituts für Bauökonomie)
  • Markus Weismann (Architektenkammer Baden-Württemberg, Bezirksvorsitzender)

Fotos © TU Wien, Institut für Hoch- und Industriebau